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Magdalénien ArtikelBuch-Tipp: Das Gold des Nordens. Historischer Roman aus der Zeit der Völkerwanderung Endlich geht es weiter Nach langem Warten erfährt man endlich, wie es Timaios und Svanhild ergeht und was es mit dem Silberkessel auf sich hat und wo er geblieben ist.
Mir gefällt im zweiten Band ganz besonders gut, das Kapitel in dem Timaios in Sizilien selbst Sklavendienste leisten muß und die Art und Weise, wie er dann über die Sklaven und... Magdalénien ist ein jüngerer Abschnitt des Jungpaläolithikum in Mittel- und Westeuropa, steht also am Ende der Eiszeit und der Altsteinzeit. Benannt wurde dieser Zeitabschnitt (etwa 15 Tausend bis 11.500 Jahre vor heute) nach der Halbhöhle La Madeleine gegenüber von Tursac in der Dordogne. Der Begriff Magdalénien wurde von dem französischen Prähistoriker Gabriel de Martillet 1869 geprägt.
Vor etwa 12 Tausend Jahren beginnt die Eiskappe der letzten Eiszeit in dem Norden Europas zu schmelzen. Die mitteleuropäische Park-Tundra wandert langsam nach Norden. Entlang der Donau und Südfrankreich entstehen die ersten lichten Wälder. Birke, Nadelbäume und Haselnusssträucher breiten sich aus. Die allmählich einsetzende Bewaldung in Mitteleuropa zwingt Tier und Jäger, der zurückweichenden Tundra nach Norden zu folgen. Die Fauna bestand aus Wildpferden , Rentieren, Hirschen, Auerochsen, Wisenten und Wölfen.
Typisch sind Klingenindustrien, die schon erste Tendenzen der Mikrolithisierung zeigen, wie sie in dem Mesolithikum charakteristisch werden. Dominierende Jagdbeute war das Rentier.
Aus dem Magdalénien stammen auch die bekannten Höhlenmalereien, z.B. in Lascaux in Frankreich.
Die Menschen lebten in Gruppen und errichteten Pfostenbauten mit einem Durchmesser bis 8m. Gekocht wurde in Gruben in dem Boden, die mit Leder oder Tiermägen abgedichtet waren. In diese Gruben gab man in dem Feuer erhitzte Steine, die die Flüssigkeit zu dem Sieden brachten. Aushöhlungen in dicken Schieferplatten, in die man Tierfett und einen Docht gab, dienten als Lampen. Das rote Eisenoxyd Hämatit wurde zu dem Färben und wahrscheinlich auch zur Körperbemalung benutzt. Als verbesserte Jagdwaffen benutzte man Speerschleudern und Harpunen, mit denen man Weiten bis zu 140 Meter erreichen konnte. Die Jäger folgten den Rentier- und Wildpferdherden bei ihren jahreszeitlichen Wanderungen und versuchten sie an Engstellen und sich verengenden Tälern zu stellen. An solchen Stellen wurden teilweise hunderte Skelette der erlegten Tiere gefunden. Schmuckschnecken, die aus dem Mittelmeer oder Atlantik stammen, belegen schon damals einen weitreichenden Handel. (Ritz-) Zeichnungen und Verzierungen von Gegenständen zeigen beginnenden Jagd- und Fruchtbarkeitszauber und lassen Riten duchgeführt von Schamanen vermuten. Wunschobjekte (Jagdbeute, erotische Darstellungen, Fruchtbarkeitssymbole) eventuell auch bereits die Nutzung von Musikinstrumenten deuten auf eine Ausweitung des Interesses auf Jenseitsvorstellungen und/oder auch einfach auf ein Leben hin, das nicht mehr ca. vom reinen Überleben gekennzeichnet war.
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